19 DEZEMBER 2023

2024 – LET’S CONSTRUCT A BETTER YEAR

Wir erleben eine herausfordernde Zeit am Beginn vieler Veränderungen und blicken aufmerksam in eine Zukunft, die wir aktiv mitgestalten können. Aus dieser Perspektive zeigen wir einige Botschaften, die wir über unsere Architektur vermitteln wollen. In Tirol und Nordrhein-Westfalen konnten wir vor kurzem zwei bemerkenswerte Gebäude fertigstellen. Nachdem wir vor 23 Jahren den ersten internationalen Wettbewerb im jungen Slowenien gewonnen haben, ist nun die „Sportstadt Ilirija“ im Bau – inmitten der aufstrebenden Stadt Ljubljana. In Italien haben wir uns mit der städtebaulichen Vision der antiken, römischen Stadt Aquileia beschäftigt. Damir Kovačić aus Belgrad hat über den Medcampus in Linz ein Video angefertigt, in dem der Einfluss der Architektur auf Lehre und Forschung verständlich wird.

RAUMSKULPTUR ZUR AUTOBAHN

HERFORD, DEUTSCHLAND, ZUM PROJEKT
Statt Messeteilnahmen will sich Bora als Hersteller von Küchengeräten in Zukunft auf eigenen Hausmessen mit anderen Herstellern präsentieren. Der Auftrag an uns war einen weltweit einzigartigen und innovativen Imageträger zu entwickeln. Aus zehn Vorschlägen wählte der Bauherr den 100 Meter langen und 13,5 Meter hohen Flügel mit einem rautenförmigen Querschnitt aus Stahl, der sich zur Autobahn neigt und den Dialog mit den 30.000 Vorbeifahrenden pro Tag aufnimmt. Die Architekt:innen erarbeiteten gemeinsam mit den Ingenieur:innen eine Neuentwicklung für die bewegliche Stahlkonstruktion und eine raffinierte Außenhülle aus Paneelen, Verglasungen, Fensteröffnungen, Photovoltaik und zwei riesigen Schiebedächern über dem Restaurant. Der Neubau scheint über dem Boden zu schweben, der außen- und innenräumliche Eindruck von Dynamik erzeugt Staunen und Begeisterung bei den Besucher:innen.
Partner: Werkraum Ingenieure/ Statik, Sautter ZT/ Haustechnik, eloplan/ Elektroplanung, Spektrum/ Bauphysik, Beitl ZT/ Landschaftsplanung
Fotos: Michael Trappmann

AQUILEIA 2069

AQUILEIA, ITALIEN, ZUM PROJEKT
Das italienische Denkmalamt von Friuli Venezia Giulia hat uns für eine Studie zum Thema „Erschließung und Struktur“ beauftragt. Rasch ist daraus eine städtebauliche „Vision Aquileia 2069“ mit langfristiger Perspektive entstanden. Im Jahr 2069 wird das 2250. Jubiläum der Stadt gefeiert. Wir haben mit allen Beteiligten einen kritisch-konstruktiven Fahrplan entwickelt:  die zukünftige Erschließung erfolgt über drei Interchangezentren, die über einen Außenring verbunden sind und damit eine nahezu autofreie Innenstadt ermöglichen. Die spannenden Diskurse haben sich um die Themen „reine Erhaltung“ und „Renaissance Stadt Aquileia“ mit neuen Funktionen (Schulen, Hotels, geförderter Wohnbau) entwickelt. Die umfassende Arbeit soll der weiteren Stadtentwicklung dienen und in die Überarbeitung des Flächenwidmungs- und Bebauungsplanes einfliessen. Im Falle detailierten Interesses senden wir Ihnen die Studie zu.
Partner: Ministero della Cultura, Soprintendenza Archeologica, Belle Arti e Paesaggio del Friuli Venezia Giulia; Regione Autonoma Friuli Venezia Giulia, Direzione centrale Cultura e Sport – Ufficio Unico per Aquileia; Comune di Aquileia, Fondazione Aquileia
Plan und Rendering: Lorenzateliers

ATTRAKTIVES ARBEITEN IM GEWERBEGEBIET

NIEDERNDORF, ÖSTERREICH, ZUM PROJEKT
Qualitativ hochwertige Arbeitsplätze werden zu einem wichtigen Kriterium im Wettbewerb um die besten Mitarbeiter:innen. Peter Lorenz beschäftigt sich schon seit vielen Jahren mit den „Mistkübeln“ Gewerbegebiete und fordert die Vermeidung von Flächenverschwendung, eine höhere Dichte und eine urbane Mischnutzung. Das Gewerbegebiet direkt am Innufer bietet einen spektakulären Ausblick in die Flusslandschaft. Großzügige Gemeinschaftsflächen innen und außen ermöglichen ein kreatives und kommunikatives Zusammenarbeiten. Die geplante Flexibilität erlaubt einen zukünftigen Umbau in Wohnungen oder in ein Hotel. Zwei Brücken optimieren die betrieblichen Abläufe zwischen den Bestandsgebäuden und verkürzen die Wege. Die Absenkung des Geländeniveaus bewirkt eine gute Belichtung des Untergeschoßes und schafft einen definierten Erholungsraum.
Partner: Werkraum Ingenieure/ Statik, Sautter ZT/ Haustechnik, eloplan/ Elektroplanung, Spektrum/ Bauphysik
Fotos: (1) Christian Flatscher, (2) Lorenzateliers

SPORTCITY ILIRIJA IM BAU

LJUBLJANA, SLOWENIEN, ZUM PROJEKT
Seit dem Gewinn des zweistufigen, internationalen Wettbewerbes 2000/2001 wurde dieser Entwurf diskutiert, bekämpft, zurückgestellt, beeinsprucht, geändert, gehasst und geliebt… bis uns der Bürgermeister Ende 2018 beauftragt hat. Der atemberaubende Raum unter dem 12.500m² großen Dach beginnt erlebbar zu werden und wird in Zukunft als Wettkampf- und Trainingsstätte für Sportler:innen aus aller Welt genutzt. Durch- und Ausblicke in die Innenstadt, den Tivolipark, die frequentierten Straßen und den öffentlichen Platz vermitteln ein abwechslungsreiches Raumerlebnis. Über die vielen Jahre hat sich die städtebauliche Funktion des Ilirija-Komplexes als Gelenk zwischen der attraktiven Innenstadt und dem Tivolipark durchgesetzt. Der weite Bogen überspannt das historische Eingangsgebäude des Architekten Stanko Bloudek aus 1928, ein ihm gewidmetes Museum mit Café und die Schwimmhalle mit drei Schwimmbecken (Olympiaeignung) sowie Infrastruktur, Physiotherapie, Fitness, Tribünen für 1.500 Zuschauer:innen und eine Tiefgarage. Das dritte Gebäude beinhaltet drei Turnhallen und generiert den wiedererweckten Straßenraum der historischen „Latterman Avenue“. Die Eröffnung ist für den 25. Mai 2024 geplant – Save the date!
Partner: Elea, Ljubljana/Generalplanung
Generalunternehmer: Makro 5
Auftraggeber: MOL Stadtverwaltung Ljulbjana
Fotos: Kleva films

KURZFILM MEDCAMPUS LINZ

LINZ, ÖSTERREICH, ZUM PROJEKT
Wir freuen uns über jede Rückmeldung, Kritik und spontane Kommentare!

VIEL ENERGIE UND OPTIMISMUS WÜNSCHT DAS TEAM LORENZATELIERS FÜR 2024

 

Franz-Xaver Baur, Jean-Pierre Bolivar, Oguzhan Cula, Giulia Decorti, Bárbara González, Siegfried Gurschler, Thomas Kasseroler, Clemens Kössler, Peter Lorenz, José Martín, Kathrin Mayerhofer, Can Onbasioglu, Margot Orthacker, Martin Painer, Magdalena Polvorinos, Arno Reiter, Claudia Schmied, Duna Viezzoli, Alexander Waldbauer

 

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