METAMORPHOSE STADTVISION

  1. Die stadtplanerische Antwort auf die Industrialisierung & Verschmutzung der Städte im 19.Jht war die Charta von Athen 1933 mit dem Dogma der „funktionalen Stadt“:  Auflösung des klassischen Urbanismus durch große Freiflächen & funktionale Widmungstrennung nach Wohnungen Büros, Einkaufsmöglichkeiten, Gewerbe und Industrie, usw sowie die „autogerechte Stadt“. Beginnend vor etwa 30 Jahren setzt sich angesichts der negativen Folgen der Funktionstrennung eine Abkehr von den Idealen der Charta immer mehr durch. Die „Widmungsphilosophie“ hinkt nach und muss neu gedacht werden.
  2. Am Beispiel Innsbruck mit seinem sehr begrenzten Bauland zeigt sich die dringende Notwendigkeit sich mit der Zukunft der Gewerbegebiete zu befassen : die Verschwendung von wertvollem Bauland ist nicht mehr zu verantworten.
  3. Lorenz meint schon vor Jahren: „…“Die Gewerbegebiete sind die vernachlässigten Müllkübel…“ der Stadtplanung: ohne wirkliche Planung, ohne stadträumliche Qualität aber mit verschwenderischem Umgang wertvollen Baulandes.
  4. Das neue „gewerbliche Mischgebiert“ orientiert sich an der Innenstadt:
  • Die Gewerbeflächen bleiben im EG/OG 1 und können fast verdoppelt werden. Widmung für „wohnungsverträgliches Gewerbe“ ohne störende Emissionen
  • Die zentrale Erschließungsstraße wird zum Boulevard
  • Bis zu 9.000 neue Wohnungen können geschaffen werden – ca die Häfte realistisch als „leistbarer Wohnbau“
  • Reduzierung des Verkehrsaufkommens durch die Schaffung von Wohnen&Arbeiten
  • Schaffung der nötigen Infratstruktur um die urbanen Erfordernisse einzuhalten
  • Drastische Verminderung der Versiegelungsflächen, zukunftsorientierter Klimaschutz, neue Mobilität und attraktive öffentliche Räume.
AUFTRAG Städtebauliche Studie und Leitbild
AUFTRAGGEBER Eigeninitiative/Interessensgemeinschaft
STANDORT Innsbruck
PLANUNGZEIT 2018-2020
AUSFÜRUNG 2020-2050
PROJEKTDATEN Studie mit städtebaulichem Leitbild, Stellungnahme zum ÖROKO 2.0
MODELL LA

PLAN BESTAND

STÄDTBAULICHES LEITBILD PHASE 1  – 2030 –

STÄDTBAULICHES LEITBILD PHASE 2  – 2050 –