19 FEBRUAR 2024

NEUER ARTIKEL IM MAGAZIN MATIÈRES NO. 20

…ÜBER DEN BORA FLAGSHIPSTORE!

ZUM PROJEKT

Deutsche Übersetzung:
BORA SHOWROOM IN HERFORD, DEUTSCHLAND
ARCHITEKTUR ALS ERFAHRUNG
In Ostwestfalen – dem Herzstück der deutschen Küchenmöbelindustrie – eröffnete der führende österreichisch-deutsche Konzern für Kochfeldabsaugsysteme Mitte September einen großen Showroom mit spektakulärer Architektur.
Förderung von Innovationen
Bora, das Unternehmen von Willi Bruckbauer, wurde 2007 in Raubling (Oberbayern) gegründet und ist dank seiner technologischen Innovationen exponentiell gewachsen, zunächst bei den Staubsaugersystemen, dann bei den hochwertigen Küchengeräten. Für diesen zweiten Showroom – der weitaus beständiger ist als ein x-ter Messestand – wollte Willi Bruckbauer einen großen Wurf machen. Anstelle eines alten, leerstehenden Hotels am Ortseingang von Herford an der B239 plante er einen 2.000 Quadratmeter großen Komplex, in dem er seine Produkte auf eineinhalb Etagen zusammen mit anderen herausragenden Partnerunternehmen aus den Bereichen Küche, Inneneinrichtung, Wohnen und Bauen ausstellen wollte. Der Komplex umfasst auch einen Veranstaltungsbereich und ein Restaurant. Bruckbauer wandte sich ohne Ausschreibung an das Wiener Architekturbüro von Peter Lorenz (der bereits mehrfach für BORA gearbeitet hatte), um sich „mit einem Vorschlag inspirieren zu lassen, den es noch nie zuvor auf der Welt gegeben hat“! Aus den zehn Vorschlägen wählte der visionäre Unternehmer den Entwurf in Form eines Flugzeugflügels aus Glas und Stahl, der 95 m lang, 13,50 m hoch und zur Schnellstraße hin um 42° geneigt ist und auf den dünnen Metallbeinen zu schweben scheint, die ihn stützen. Etwa 80 Parkplätze finden so darunter Schutz.
Ein erfahrungsorientierter Rhomboid
Im Untergeschoss befinden sich unter allen Stahlsäulen des Erdgeschosses Wände und Säulen im Verhältnis von drei pro Achse aus Ortbeton. Die beiden Stockwerke befinden sich in zwölf identischen Stahlrahmen mit einem Achsabstand von 8,10 m, die 15 m über die letzte Säule auskragen und auf diese Weise ein überraschendes Rhomboeder mit einer Seitenlänge von 22 x 18 m bilden. Die variable Höhe der Stahlrahmen – von 800 bis 1200 mm – ist an die Kraftkurve des Moments im Inneren des Rahmens angepasst. Teilweise wird die zweite Etage von den Rahmen und zwei Säulen pro Achse getragen. Die ersten aus Stahl bilden die primäre Tragstruktur, die die vertikalen Lasten trägt. Die sekundäre, die das Gerüst versteift, wird von der Gebäudehülle gebildet, einer Hülle aus gegossenen Stahlrohren, die sich außen um den gesamten Umfang herum befindet und gleichzeitig die Fassadenstruktur trägt. Die auf der Ebene der Fassade integrierte Versteifungshülle, die alle 1,80 m durch ein dünnes gegossenes Rohr mit dem Hauptskelett verbunden ist, ermöglichte es, einen großen Veranstaltungsraum zu schaffen, der in regelmäßigen Abständen durch die sichtbar gelassenen Stahlrahmen rhythmisiert wird. Die Bodenplatten im Inneren der Struktur sind als große Hohlkernplatten konzipiert, die eine schnelle und gewichtsoptimierte Montage des Bodens begünstigen. Farbige Glaselemente wechseln sich mit den verzinkten Stahlpaneelen mit Löchern unterschiedlichen Durchmessers ab, die die Hülle bilden und von innen den Eindruck eines Blicks auf den Sternenhimmel vermitteln. Das Highlight des Cabriodachs sind zwei große Elemente mit einer Fläche von jeweils 63 m2, die sich über den Lounge- und Restaurantbereich schieben lassen. Photovoltaikpaneele vervollständigen die Energieeffizienz des Gebäudes (Geothermie, Bohrungen…).
Der Gebäuderumpf, eine Hülle aus gegossenen Stahlrohren, die sich außen um den gesamten Umfang befindet, trägt gleichzeitig die Fassadenstruktur.


PROJEKT NEWS

03 APRIL 2024

NEUER ARTIKEL: PROMOZIONE ACCIAIO

BORA FLAGSHIPSTORE
21 MÄRZ 2024

COVER: BAUFORUMSTAHL

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